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Teilnahme am Endoprothesenregister

Das Vinzentius-Krankenhaus Landau beteiligt sich am Deutschen Endoprothesenregister

 

Das Vinzentius-Krankenhaus Landau beteiligt sich seit November 2013 am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD).

 

Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. Werner Jung und der Geschäftsführer Ludger Meier haben im November 2013 einen entsprechenden Vertrag mit dem EPRD unterzeichnet. Die Klinik für  Orthopädie und Unfallchirurgie ist auf die Versorgung von Patienten mit Hüft- und Kniegelenksbeschwerden spezialisiert.

 

Das EPRD (Endoprothesenregister Deutschland gGmbH), eine gemeinnützige Gesellschaft, wurde gegründet, um bundesweit versorgungsbezogene Daten von Hüft- und Knieoperationen systematisch zu erheben, zu dokumentieren, auszuwerten und zu veröffentlichen.

 

Das EPRD ist eine beispielgebende Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Weitere Partner dieser Initiative sind der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), der AOK-Bundesverband, die Hersteller der Prothesen vertreten durch den Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und das BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit.

 

Das EPRD ist ausschließlich wissenschaftlichen Grundsätzen verpflichtet. Zentrale Arbeitsbereiche der beteiligten Partner können sinnvoll genutzt und mit hoher Kompetenz in die Registerarbeit einbezogen werden. Eine derartige übergreifende freiwillige Partnerschaft ist bisher einmalig. Der Start des Registers wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

 

„Mit unserer Teilnahme am EPRD zeigen wir, dass die Patienten bei uns gut aufgehoben sind. Wir wollen unsere eigene gute Behandlung weiter sichern und setzen uns so dafür ein, die hohe Qualität in der Endoprothetik zu bewahren und auszubauen“, sagte Chefarzt Dr. Werner Jung.

 

Der künstliche Gelenkersatz wird jährlich bei circa 390.000 Patienten an Hüft- und Kniegelenken durchgeführt und ist damit in Deutschland eine der häufigsten Operationen überhaupt. Ziel des EPRD ist es, langfristig die Qualität der Produkte und Behandlungsverfahren vergleichend zu beurteilen, das Ergebnis der medizinischen Behandlung zu sichern und die Zahl der Wechseloperationen und Korrektureingriffe zu verringern.

 

Mit einer Teilnahme am EPRD verpflichtet sich die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie beim Einbau von künstlichen Hüft- und Kniegelenken zusätzlich Daten zur Operation sowie zum Implantat zu erfassen. Der dadurch entstehende umfangreiche Datenpool des EPRD gestattet es künftig, produkt- oder operationsbedingte Ursachen für Auffälligkeiten leichter und zeitnäher als bisher zu ermitteln.

 

Die Ärzte in den EPRD-Kliniken können ihre Patienten umfassender beraten und die beste Versorgungsstrategie auswählen. „Wir sind stolz darauf, dass wir uns als Krankenhaus der Herausforderung stellen und diesem modernen Netzwerk zur Qualitätssicherung in der Endoprothetik angehören“, sagte Geschäftsführer Ludger Meier.

 

 

Antworten auf Ihre Fragen zur Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland:

 

Warum soll der Patient mitmachen?

Die wichtigsten Argumente für eine Teilnahme der Patienten am EPRD sind:

 

Verbesserte Qualität der Versorgung

Pro Jahr werden in Deutschland etwa 390.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Jährlich sind aber auch rund 35.000 Wechsel- oder Revisionsoperationen erforderlich. Das EPRD zielt darauf ab, diese Zahl deutlich zu verringern und damit in Zukunft vielen Patienten unnötiges Leid zu ersparen. Der umfassende Datenpool des EPRD wird es künftig erlauben, zuverlässige Aussagen zur Haltbarkeit von Prothesen unter Praxisbedingungen zu treffen und viele weitere Aspekte der Behandlung zu beurteilen. Jeder teilnehmende Patient ist ein Gewinn für das Register und verbessert langfristig die Ergebnisse von Gelenkersatzoperationen für alle Patienten.

 

Schnelle Information bei Wechseloperationen

Bei anstehenden Wechseloperationen liegen die Informationen über die bereits implantierten

Prothesenkomponenten oft nicht mehr vor und müssen mühsam recherchiert werden, wenn der Patient seinen Prothesenpass nicht mehr vorlegen kann oder dieser unleserlich geworden ist. In diesem Fall kann das EPRD die aus vorherigen Dokumentationen vorliegenden Informationen an das Krankenhaus übermitteln. Dies geht allerdings nur für Patienten, für die bereits die Erstimplantation im EPRD dokumentiert wurde, da ansonsten keine Daten vorliegen.

 

Schnelle Information bei auffälligen Produkten

Falls sich ein Produkt oder ein Operationsverfahren als auffällig oder unsicher herausstellen sollte, können EPRD-Kliniken mithilfe der gespeicherten Daten die betroffenen Patienten schnelle identifizieren, informieren und untersuchen. So können die behandelnden Ärzte frühzeitig eingreifen und den Patienten vor möglichen Folgeschäden bewahren.

 

Sicherheit der Daten

Die Sicherheit ihrer Daten ist für viele Patienten ein entscheidender Punkt. Patienten, die am EPRD teilnehmen, können sich darauf verlassen, dass der Datenschutz im gesamten Verfahren gewährleistet ist. Da Gesundheitsdaten immer sensible Daten sind, hat das EPRD in Abstimmung mit den Datenschutzbeauftragten eigens eine Vertrauensstelle geschaffen, die die personen- und fallbezogenen Daten erhält und die Informationen ausschließlich in pseudonymisierter Form weiterleitet. Die Registerstelle beim BQS-Institut, die die Daten auswertet, ist zu keinem Zeitpunkt in der Lage, einzelne Patienten zu identifizieren. Das Verfahren sorgt für die größtmögliche Sicherheit – sowohl bei der medizinischen Qualität wie auch beim Datenschutz.

 

 

Chefarzt Dr. med. Werner Jung

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

Landau, November 2013